Postkarten


2002-04-14

Das ist eine Abbildung von einer Herberge (refugio) in denen die Pilger übernachten.

Auf dieser Postkarte schreibt Bruno:

Alles ist bis jetzt in Ordnung. Habe den 2. Tag geschafft, aber am 1. Tag mußte ich 28 km über die hohen Pyreneen laufen. Heute wieder viel bergauf und bergab. Ich hoffe, es wird leichter werden. Habe schon viele Mitpilger getroffen, meistens französische, deutsche und spanische. Es macht ganz schön müde, aber trotzdem ist es reizvoll. Liebe Grüße von Bruno.




2002-04-15

Lieber Brian, lieber Jean und alle Kirchenmitglieder.

Merkwürdig, das der französische Weg in St. Jean beginnt. Bin hier um 9 Uhr früh gut angekommen nach einigen kleinen Zwischenfällen besonders beim Überqueren von Paris. Der erste Tageslauf soll einer der härtesten sein. Es geht über die Pyreneen von 181 Meter (in St.Jean Pied de Port) bis auf 1430 Meter und dann runter auf 952 Meter, dazu eine 28 km Strecke. Es liegt noch Schnee dort oben. Die Landschaft und Umgebung ist hier nach meinem Geschmack. Liebe Grüße von Bruno




2002-04-24

Auf dieser Postkarte schreibt Bruno:

Liebe Teresa, liebe Gillian und der ganze Kirchenchor. Auf meinen einsamen, stillen Wegen kann ich Euch singen hören. Das hilft mir, mutig weiter zu laufen. Hier sind nun schon viele Pilger auf dem Weg und fast jeder klagt über Blasen. Es ist 11 Uhr morgens und schon ziemlich heiß. Das ist keine große Hilfe.

Liebe Grüße von BRUNO. (P.S.Es gibt viele Störche in Rioja)




2002-04-30 to Fr Brian

Bruno schreibt

Dies ist einfach das fantastischste Erlebnis, das ich mir vorstellen konnte. Die Schmerzen, die Blasen, die Kälte und die Hitze sind gar keine Probleme mehr.
Wichtig ist DER WEG = EL CAMINO.
Ich fühle mich, wie auf dem WEG ZUM KREUZ, aber SEIN WEG war viel, viel härter. Ich fühle wohl und voll Vertrauen.




2002-05-06

Auf dieser Postkarte schreibt Bruno:-

.Liebe St. Saviours Kirchenmitglieder, obwohl ich gerade 2 Tagestouren in einem Tag hinter mir habe (es waren 51 km, anstatt Durchschnitt 25 km) um die Stadt Leon zu erreichen, konnte ich diese herrliche Kathedrale und andere Kirchen dort besuchen. Nach 20 Tagen immer noch kein Regen, fast unglaublich. Keine größeren Probleme. Nach einer Woche auf der Hochebene (meseta) geht es nun wieder in die Berge. Habe meine Brille verloren, daher schlechte Schrift. Mit Gottes Segen von BRUNO.




2002-05-06 to Teresa

Liebe Teresa

Immer noch flott beim Laufen. Diese Karte zeigt eines der besseren Herbergen. Habe soeben Leon durchlaufen mit seiner herrlichen Kathedrale. War heute schon um 1330 am Ziel. Sitze hier im herrlichen Sonnenschein. Die Nacht-Temparatur ist noch bis auf Null Grad. Jetzt kommen wieder Berge und die wilden Hunde (?). Meine Füße und Beine gesund aber meine Brille verloren.Ich genieße die Herausforderung weiterhin. Liebe Grüße von BRUNO.


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